Der Verlust eines Menschens

Der Verlust eines geliebten Menschens ist mit Abstand das Schlimmste, was uns passieren kann. Es löscht tief im Inneren etwas aus, was uns normalerweise mit Wärme und Geschehnissen die uns an diesen erinnern. Im ersten Moment ist es erst einmal unmölich zu realisieren, dass dieser Mensch nicht wieder kommen wird. Erst wenn wir dies erkennen füllt sich unser Herz mit Schmerz und dem Gefühl ein Stück von uns selbst verloren zu haben. Man fühlt sich leer und erstickt fast an seinen eigenen Tränen, die einen dann wie alles andere an Schönem, Schlechtem und Unvergesslichem einholen. Es überschreitet das menschliche Wissen, was "danach" ist. Das Leben nach dem Tod. Viele glauben nicht an das Leben nach dem Tod und schaudern wenn sie auch nur daran denken was danach sein könnte. Lange habe ich nicht an das Leben nach dem Tod geglaubt, ich dachte, es würde mir  in diesem alles verändernden Moment, schwarz vor Augen werden, mein Atem würde stoppen, und ich würde nur noch versuchen kläglich zu schreien. Kein Ausweg... das Ende der Existenz eines Menschens. Vielleicht eine Wiedergeburt? Nein, wieso sind da keine Erinnerungen, die auf dies schließen würden. Die Forschung und auch der Glaube reicht nicht so weit, dass wir sicher wissen, was mit uns geschieht wenn wir gehen. Aber Alle, die dem Tode nahe sind, wünschen sich, dass es etwas schönes ist, eine Erlösung. Wenn ein Mensch krank war und von uns geht, sagen wir "Es war eine Erlösung für ihn" aber woher sollen wir das wissen? Wäre es so offensichtlich.. wäre es dann noch logisch? Woher wissen wir dass es nach dem Tod besser ist, genauso gut könnte alles schrecklich sein, gequälte Menschen und unüberwindbare Schmerzen. Die Erinnerung an das Leben erlischt. Die größte Angst der Lebenden. Einfach vergessen zu werden von den Menschen die wir kannten und liebten. Der Gedanke, sie würden leiden, uns vergessen oder gar ein neues Leben ohne uns leben, ist unerträglich. Kann man so denn jemals mit sich selbst ins Reihne kommen? Die Gläubigen Menschen sagen Gott nimmt uns in sein Himmelreich auf. Doch nachdem der Mensch den wir liebten von uns gegangen ist, kann man nicht glauben dass es Gott gibt. Denn wenn es Gott gibt... wieso leiden Kinder? wieso sterben unschuldige Menschen und Kinder während ihre Mörder frei herumlaufen? Wieso leben Raucher und Abhängige, während es Leute gibt die verzweifelt um ihr Leben kämpfen? wieso sterben jährlich über 10.000 Menschen an Krebs? was ist das für eine Welt in der wir leben, in der Kinder verhungern, Terroristen frei herumlaufen, Mörder in ruhe zu Tisch sitzen, Krieg herrscht.. was ist das für eine Welt? Ist das Gottes Starfe an uns? Wenn ja, wieso diese Bestrafung? Weil manche Menschen sündigen? Ist Gott den fehlerfrei? Muss ein Mensch nach einem perfekten Bild gebaut sein, wie es Adam und Eva waren? Wie kann ein Mensch perfekt sein, wenn er Menschen verliert, seine Gefühle nicht unterdrückt und einfach er selbst ist? "Gott liebt uns alle" ergibt dieser Satz nach all dem einen Sinn? All diese Fragen sind bewusst oder unbewusst tief in uns, und sie drehen und drehen sich in unseren Gedanken wie ein ewiger Kreis. Das ewige Leben wie man sagt. "Der Weg eines jeden Menschen ist vorbeistimmt, wie das Jesu" Doch sind wir nicht alle selbst die Schöpfer unseres Schicksales und unserer Handlungen.. unseres ganzen Lebens?

Wieso werden wir dafür bestraft was andere Menschen an Unheil tun? Weiß Gott denn nicht, was der Verlust einens Menschens für uns Lebende bedeutet? Was für Narben er in unserer Seele hinterlässt? All das sind Fragen, die immer offen bleiben werden, und die uns so sehr wehtun, dass wir kaum atmen können, wie wir von unserem Schmerz erdrückt werden und in unseren Tränen verfließen. In einer Pfütze, die aus Gedanken und Seele besteht. Kann Gott in diese Pfütze sehen und bestraft uns ungewollt für etwas, was wir nicht mit Absicht getan haben? Es gibt Tage, an denen man einfach nicht mehr will, Momente in denen nichts mehr einen Sinn ergibt. Doch muss es diese Momente geben? Warum muss man leiden? Wieso all die Fragen und der Schmerz?

29.5.07 17:57
 


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